Winterlaufserie Ismaning Teil 2 – Becherwegwerfer

Moin Folks,

heute ein kurzer Bericht über den zweiten Teil der Ismaninger Winterlaufserie, den ich als Trainingslauf für meine anstehenden langen Distanzen nutzen wollte.
Die Ismaninger Winterlaufserie besteht aus 3 Veranstaltungen über 13 km, 17 km und 21,4 km. In Summe also etwa ein dreiteiliger Marathon. Der Lauf ist durchweg gut organisiert. Das beginnt bei der Vielzahl an Parkplätzen am Ismaninger Sportpark. Bereits die Nummernschilder meiner Parkplatznachbarn verraten, dass gleich ein Haufen Läufer aus der Ingolstädter Region kommen (und ganz nebenbei, am Ende auch noch gut  in der Liste der Top 10 vertreten waren).

Die Startnummernausgabe bestand aus einem Biertisch und zwei Mädels die alles im Griff hatten. Keine Schlange, kein Warten, easy. Als Trödler habe ich mich brav in den hinteren Teil des Startfeldes eingereiht. Man möchte ja niemanden blockieren. Ich war dann recht verwundert, dass es zwei Startwellen gab und ich dadurch noch ein wenig länger in der Kälte stehen musste.
Die Strecke führt vom Sportpark auf den Geh/Radweg an der Freisinget Straße, ein kurzes Stück an der B471 entlang bis es auf den wunderbar verschneiten Laufweg neben der Isar geht. Landschaftlich ein schöner Lauf der sich gerade im verschneiten Winter von seiner besten Seite zeigt.

Nach ca. 40 Minuten kam mir bereits der führende Läufer mit einem Affenzahn entgegen. Im Hinterkopf hatte ich zwar meine Zielsetzung (langer Lauf in gemäßigtem Tempo) trotzdem ist es ein wenig deprimierend. Um ehrlich zu sein, wäre er mir halt nach 45 Minuten entgegen gekommen wenn ich schneller gelaufen wäre 😉

Kurz drauf habe ich mich aber richtig geärgert. Und zwar an der Verpflegungsstation. Dort gab es warmen Tee in Pappbechern von sehr netten freiwilligen Helfern gereicht. Zu Beginn habe ich noch die gute Organisation gelobt aber hier hat einfach was gefehlt… nämlich weitere Mülltüten / Abfalleimer. Ein einziger gelber Sack war mit Klebeband an den Biertisch der Verpflegungsstation geklebt. Ich habe meinen Tee im Stehen getrunken und den Becher in den gelben Sack geworfen. Die anderen Läufer haben den Tee im Laufen getrunken und die Becher in den Wald, bzw. neben die Laufstrecke geworfen. Jetzt mal ehrlich in dem Tempo das wir gelaufen sind, geht es nicht um Ruhm, Ehre oder Rekorde und daher glaube ich, kann man auch erwarten, dass man seinen Becher in einen verdammten Abfalleimer wirft. Der Veranstalter hätte hier natürlich die ambitionierten Läufer unterstützen können und wie bei den Spartan Races üblich, Becher-Abfall-Stationen neben oder unweit der Verpflegungsstation aufstellen können/müssen. Es ist mir bewusst, dass der Veranstalter hinterher auch aufräumt aber ich glaube nicht, dass jeder einzelne Becher seinen Weg in den Recyclingkreislauf findet, zumal es auch grob geschneit hat und die Becher somit nach kurzer Zeit vom Schnee bedeckt waren.
Aber noch viel mehr ärgern mich die vielen leeren Energy-Gels mitten auf der Strecke. Gehts eigentlich noch, liebe naturverbundene und ach so umweltbewusste Läufergemeinde??? Ist es so schwer das leere Gel in einer Tasche zu verstauen und am Ende in den Abfall zu werfen? Do kannt I mi z’dod aufreng!!!

Am Ende steht eine Zeit von 1:37 h auf der Uhr… Mach einen Schnitt von 5:46 min/km. Passt!

 

 

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