DIY – Wie Du dir günstig und schnell einen Sandsack baust

Warum solltest Du das überhaupt wollen?

Sofern Du nicht sowieso ausschließlich functional training betreibst und die verschiedenartigsten Gegenstände hebst, ziehst, drückst,usw. bereitet dich das Training mit dem Sandsack ein Stück auf das echte Leben vor. Denn im Gegensatz zu den standardisierten Langhantelstangen, den hexagonalen Hanteln und der ergonomisch korrekt geformten Brustpresse kommen die Hindernisse des Lebens in den unterschiedlichsten Formen und Schweregraden daher. Hier einige Beispiele:

  • Du bist auf einer Feier eingeladen. Dein bester Kumpel hat wieder mal zu tief ins Glas geschaut und befindet sich halb sitzend, halb liegend im Delirium. Du bist der Fahrer und kannst den Sack nicht einfach seinem Schicksal überlassen. Es liegt an dir, den schwer angetrunkenen Haufen Elend in dein Auto zu bekommen. Weil er sich verhält wie ein nasser Sack gleicht es einem mittleren Kraftakt. Zum Glück hast Du die letzten Monate immer wieder mit einem selbst gebauten Sandsack trainiert 😉 Ohne große Mühe wuchtest Du ihn über die Schulter und mit astreiner Technik in Richtung Auto. Dass sein Kopf beim Einsteigen aus Versehen 5x gegen die Dachkante gestoßen ist, dafür kannst Du nun wirklich nix 😉
  • Dein Hund macht sich gerade über den Briefträger her und es ist nun deine Aufgabe den armen Kerl zu befreien. Gelingt diese Übung bei einem schwindsüchtigen Chihuahua noch einfach, sieht das ganze bei einer 35kg schweren Bulldogge doch gleich ganz anders aus.
  • Du kommst vom Einkaufen nach Hause, unter dem linken Arm eingeklemmt befindet sich deine Arbeitstasche, in der rechten die Einkaufstüte.

Da dir nun die absolute Wichtigkeit eines eigenen Sandsacks bekannt ist, könntest Du natürlich losziehen und dir verschieden schwere Exemplare der üblichen Ausrüster besorgen. Dagegen ist nichts einzuwenden. Um das Budget zu schonen, könntest Du aber auch selbst aktiv werden und einen Versuch starten.

Einkaufsliste:

  • Sandsäcke, 10er-Pckg. 750 x 330 mm
    ca. 7 Euro für 10 Stück

  • Kabelbinder 300 x 4,8 mm
    ca. 7 Euro für 100 Stück

  • feiner Kies
    5 Euro für zwei Mörtelwannen voll

Der erste Weg führt direkt zum örtlichen Steinbruch, Kieswerk. Für 5 Euro in die Kaffeekasse darf man sich den Kofferraum (2 Mörtelwannen) vollmachen. Man könnte auch im Baumarkt kaufen, dass ist aber häufig viel zu teuer.

Los geht’s!

  1. Erst mal wird alles sauber hergerichtet, dann kann die Arbeit beginnen.

Alles sauber herrichten

 

  1. Um die Stabilität zu erhöhen werden zwei Säcke ineinander verwendet.

 

  1. Danach wird der Kies in den Sack gefüllt. Achte darauf, den Sack nicht zu voll zu machen. Zum einen kannst Du ihn sonst schwerer verschließen und zum anderen soll sich der Kies im Sack auch bewegen können.

 

  1. Nun den Sack so weit oben wie möglich mit den Kabelbindern verschließen. Zuerst den inneren Sack und dann das gleiche nochmal aussen. Damit sollte der Kies auch bei wildem Training drin bleiben.

 

  1. Ab auf die Waage

 

Fertig! Der Sandsack wiegt genau 20 kg und ist einsatzbereit. Insgesamt habe ich 5 Säcke bauen können.

1 x 10 kg, 2 x 15 kg und 2 x 20 kg.

Verbesserungen:
Im Vergleich zu den käuflichen Geräten ist der selbstgebaute natürlich recht einfach. Für Übungen wie Thruster oder Cleans fehlen die Griffe. Eventuell kann ich kurzfristig Abhilfe schaffen und praktikable Griffe anbringen. Im Test wird sich zeigen wie robust die Säcke sind. Es ist bestimmt keine Konstruktion für die Ewigkeit aber für den Anfang taugt es. Beim morgigen Outdoor Workout werden die Säcke gleich zum Einsatz kommen…

 

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